LTE-Sendemasten in drei Frequenzbereichen

LTE-Sendemasten dienen der 4G-Versorgung in Stadt und Land. Dabei senden die Masten in unterschiedlichen LTE-Frequenzen. In Europa benutzt man das Frequenzspektrum in den Bereichen 800-, 1800- und 2600-MHz. In anderen Regionen der Welt nutzt man wiederum andere kurzwellige und langwellige 4G-Frequenzen für den LTE-Ausbau. Mit LTE-Sendemasten in den 800-Mhz-Frequenzen kam man eine besonders große Fläche mit 4G abdecken. Ein Funkmast mit 800-MHz deckt in etwa einen Umkreis von 10 Kilometer ab.

Dazu kann man mit den 4G-Frequenzen aus der Digitalen Dividende besonders gut Gebäude durchdringen, womit man das Frequenzspektrum als DSL-Ersatz für die Menschen auf dem Land nutzt. Mit wenigen LTE-Sendemasten versorgt man die dünnbesiedelten ländlichen Regionen kostengünstig mit Breitband. Ein Funkmast mit 800-MHz ermöglicht hingegen nur eine LTE-Geschwindigkeit von bis zu 50 Mbit/s, dies ist jedoch für die meisten Online-Anwendungen wie HD-Videos anschauen oder Musik hören völlig ausreichend.

LTE-Karte Stadt Land

LTE: Ideal für Stadt und Land, Bildquelle: Deutsche Telekom

Die LTE-Frequenzen im Bereich 1800- und 2600-MHz ermöglichen hingegen Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s. T-Mobile baut die LTE-Masten in den Städten mit 1800-MHz aus, während die Netzbetreiber Vodafone und o2 die 2600-MHz-Frequenzen nutzen. In den Städten müssen mehr LTE-Sendemasten stehen, da diese Masten eine geringe LTE-Abdeckung haben. Dazu gibt es in der Stadt mehr LTE-Nutzer als auf dem Land.

LTE-Sendemasten benötigen eine Genehmigung durch die Bundesnetzagentur

Jeder LTE-Funkmast muss von der Bundesnetzagentur überprüft und genehmigt werden. Im Jahr 2012 kam zeitweise der LTE-Ausbau ins Stocken, da man bei der Bundesnetzagentur nicht mit den Genehmigungsverfahren für neue Basisstationen nachkam. Gründe hierfür waren eine große Flut an Anträgen der Netzbetreiber und fehlendes Personal. Bei Vodafone warteten eine Zeit lang über 5000 Anträge für LTE-Sendemasten auf Inbetriebnahme.

Problematisch war im Jahr 2012 auch der LTE-Ausbau in den Grenzgebieten zu Belgien und Luxemburg. Da man dort letztes Jahr die 4G-Frequenzen aus der Digitalen Dividende für Rundfunksender nutzte, durften 30 Kilometer zur Grenze kein LTE-Sendemasten betrieben werden. Doch seit dem 01.01.2013 dürfen nach EU-Regelung die LTE-Funkmasten im Bereich 800-MHz nur noch für 4G genutzt werden, wodurch es für die Grenzregionen zu Belgien und Luxemburg mehr keine Einschränkungen für LTE-Sendemasten geben dürfte.

Kein Gesundheitsrisiko durch LTE-Sendemasten

LTE-Mast Strahlung

Nur eine leichte Mehrbelastung durch LTE-Sendemasten, Bildquelle: Vodafone.com

Beim schnellen LTE-Ausbau in Stadt und Land waren viele Menschen besorgt, ob sich nicht durch die zahlreichen 4G-Funkmasten die Mobilfunk-Immission stark erhöhen würde. So betreibt etwa nur der Anbieter Vodafone aktuell 4500 Basisstationen (Stand: Januar 2013) deutschlandweit. Anfang 2012 wurde jedoch eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass durch LTE-Funkmasten kein Gesundheitsrisiko entsteht.

Die einjährige Studie des Instituts für Mobilfunk- und Satellitenfunktechnik (IMST) wurde deutschlandweit durchgeführt. An 16 bevölkerungsreichen Orten wurden Messungen an 91 verschiedenen Punkten durchgeführt. Zwar könnte man eine leichte Mehrbelastung durch die LTE-Sendemasten feststellen, jedoch blieb diese Belastung an allen Orten deutlich unter den erlaubten Grenzwerten in Deutschland. Dazu zeigt die Studie vom ISM, dass die Nähe zu einem 4G-Mast nicht entscheidend für die Höhe der Strahlung sei. Laut Institut spielten vielmehr Faktoren wie Montagehöhe und Ausrichtung der LTE-Sendemasten eine Rolle.

6 comments


  1. Schmerler

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich hätte gern einmal gewußt,wo mein LTE-Sendmast steht.
    Wohnort: 09131 Chemnitz, Otto-Planer-Str. 1
    MfG
    Peter Schmerler

  2. Husemöller

    Hallo ich möchte den Standort vom Lte-Masten wissen.
    Beendorferstr.17
    32609 Hüllhorst
    Gruß
    D.H

  3. franky goes to hollywood

    Ich glaube der Autor sollte sich mal bezüglich kurzwellig und langwellig informieren. Dazu wiederspricht man sich noch.

    „Mit LTE-Sendemasten in den kurzwelligen Frequenzen kam man eine besonders große Fläche mit 4G abdecken. Ein Funkmast mit 800-MHz deckt in etwa einen Umkreis von 10 Kilometer ab.“

    „In den Städten müssen mehr kurzwellige LTE-Sendemasten stehen, da diese Masten eine geringe LTE-Abdeckung haben.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzband

  4. Renate Feix

    Ich wohne in Stuttgart Mitte und habe nachts über 80dez. In meiner Wohnung und einen furchtbaren brummton. Dem ich nicht entkommen kann . Meine Gesundheit leidet. Ich bin nur noch schlaflos .und kann fast nicht mehr arbeiten. Ich habe Krankheiten, wo alle Ärzte machtlos sind. Ich Kriege keine Antwort, wo diese mobilfukmasten in Stuttgart in meiner Umgebung sind, die diesen infraschall produzieren, was tun?

    • Johannes

      Hier kannste alle Handymasten in deine Umgebung finden.!! Das ist die einzige und beste Karte die es gibt und die stimmt, bin ihr dafür sehr dankbar 😉 also der Karte
      http://www.handymasten.com

    • Frank

      Renate, das hört sich eher nach einem Generator / Motor / Heizung an, die nachts bei dir anspringt. Funkmasten sind für Menschen absolut nicht hörbar. Ist deine Heizung vielleicht so eingestellt, dass sie Nachts angeht? Oder hat dein Nachbar irgendwas mit Nacht-Motor draußen stehen. Dein Problem ist kein Funkmast, da wirst du nur frustriert an der falschen Stelle suchen.

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